Konjunktur in FrankfurtRheinMain

International, leistungsfähig und gut vernetzt – die Metropolregion FrankfurtRheinMain ist eine Region mit besten Voraussetzungen: globaler Finanzplatz, Verkehrs- und Logistikdrehscheibe, Internetknoten und Wissensregion. Auf dieser Seite finden Sie alles zu der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in der Region.
Nachfolgende Zahlen beruhen auf  den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfragen. Insgesamt werden in der Region FrankfurtRheinMain rund 9.000 Unternehmen dreimal jährlich zu ihren Einschätzungen zur aktuellen konjunkturellen Entwicklung befragt. Eine Interpretationshilfe zu den Zahlen finden Sie am Ende der Seite.
Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen überschatten die konjunkturelle Entwicklung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Allen voran setzen die deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise den Unternehmen stark zu. Dies verdeutlichen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zum Frühsommer 2022 unter den Mitgliedsunternehmen in der Region. Zwar wir die aktuelle Geschäftslage von den Unternehmen am aktuellen Rand noch als gut eingeschätzt (Lageindikator: 17 Punkte), die Erwartungen an die künftige Geschäftslage sind aber klar negativ (Erwartungsindikator: -13 Punkte). Der Geschäftsklimaindex, welcher eine Kombination aus Lageeinschätzungen und Erwartung der Unternehmen darstellt, sinkt auf 101 Punkte. Ein Wert von 100 Punkten markiert die Schwelle zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung. 
Die wirtschafts- und geopolitischen Unsicherheiten schlagen sich auch in negativen Exporterwartungen nieder. Mit einem Exportindikator von -11 Punkten blicken mehr Unternehmen pessimistisch als optimistisch auf ihre künftigen Exportzahlen. Zum einen können die Unternehmen nicht mehr in vollem Umfang exportieren, da Vorprodukte und Rohstoffe fehlen. Zum anderen treibt die Sorge über eine abflachende Weltkonjunktur insbesondere die exportorientierten Industriebetriebe um. 
Das größte Hemmnis für ein Wiedererstarken der Konjunktur stellen die hohen Energie- und Rohstoffpreise dar. Mit 71 Prozent sehen so viele Betriebe wie noch nie seit der Ersterfassung der Risiken im Jahr 2010 in den Preisen das größte Geschäftsrisiko. Besonders stark wird das Risiko im Gastgewerbe (93%), im Verkehr (90%), in der Industrie (89%) und im Baugewerbe (88%) wahrgenommen. 54% der Unternehmen sehen im Mangel an Fachkräften ein Risiko für die weitere Geschäftsentwicklung. Da während der Coronapandemie viele Arbeitnehmer in den besonders betroffenen Bereichen die Branche gewechselt haben, hat sich der Fachkräftemangel im Gastgewerbe, der Verkehrsbranche und unter den personenbezogenen Dienstleistern noch einmal verschärft.
Aktuell gibt über die Hälfte der Unternehmen eine unproblematische Finanzlage an. Besonders gut steht es um die Finanzen in der Finanz-/Kredit- und Versicherungswirtschaft. Hier geben 88% der Befragten an, keine Probleme zu haben. Anders sieht es im Gastgewerbe aus. Dort gibt weniger als jeder dritte (28%) eine unproblematische Finanzsituation an. Am meisten wird das Gastgewerbe von Eigenkapitalrückgängen und und Liquiditätsengpässen geplagt. Dies sind die Folgen der Umsatzeinbußen aus den letzten beiden Jahren.
Nachfolgende Zahlen beruhen auf  öffentlich zugänglichen Daten verschiedener Ämter und Agenturen. 
Der Blick auf die Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, dass diese sich nach dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr 2020 mittlerweile wieder erholt haben. Zuletzt wurde im Mai 2022 rund 9,86 Mrd. € umgesetzt – das ist etwas mehr als vor der Pandemie. 53% des Umsatzes entfiel dabei auf das Auslandsgeschäft. Dies verdeutlicht einmal mehr die Internationalität der Region. Diese Zahlen beruhen auf Daten des Hessischen Statistischen Landesamtes.
Nach dem deutlichen, coronabedingten Anstieg der Arbeitslosenquote in der Metropolregion im Frühjahr 2020, der in einer Arbeitslosenquote von 5,87% im August 2020 gipfelte, sank die Arbeitslosenquote phasenweise wieder ab. Im Mai 2022 wurde der bis dato niedrigste Wert seit dem Ausbruch erreicht (4,28%). Zuletzt stieg die Quote  wieder leicht an (4,44%). Die Zahlen beruhen auf Daten der Agentur für Arbeit. 
Informationen zu der wirtschaftlichen Entwicklung in den einzelnen Branchen finden Sie hier:
Erläuterung zu den Zahlen der IHK-Konjunkturumfragen:
Der Geschäftsklimaindex dient als Barometer zur Beurteilung der aktuellen und der zukünftigen Geschäftslage in den Unternehmen. Er setzt sich aus der Lagebeurteilung und den Erwartungen der Unternehmen zusammen. Ein Wert von 100 stellt die Grenze zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung dar.
Die Indikatoren (Lage-, Erwartungs-, Beschäftigungs-, Investitions-, Export-, Auftragseingangs-, Umsatzindikator) werden als Saldo aus den gewichteten positiven Antworten (Antwort: „gut“ bzw. „wird steigen”) und negativen Antworten (Antwort: „schlecht“ bzw. „wird sinken”) ermittelt. Neutrale Aussagen bleiben unberücksichtigt.