Elektroindustrie (FrankfurtRheinMain)
Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Elektroindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Auftragslage bleibt schlecht – keine Besserung in Sicht
Zum Jahresanfang 2025 hat sich die Auftragslage in der Elektroindustrie im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2024 nicht verbessert. Zwar melden die Unternehmen einen weniger starken Rückgang als noch im Herbst des vergangenen Jahres; die IHK-Auftragseingangsindikatoren für das In- und Ausland bleiben aber mit minus 24 bzw. minus 31 Punkten deutlich im negativen Bereich. Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen keine Besserung: Jedes dritte Unternehmen befürchtet eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage, nur jedes fünfte hofft auf eine günstigere Entwicklung. Entsprechend schlecht ist die Stimmungslage in den Unternehmen der Elektroindustrie in FrankfurtRheinMain. Nahezu unverändert zur Vorumfrage liegt der IHK-Geschäftsklimaindex mit 82 Punkten auf sehr niedrigem Niveau.
Rückläufige Produktion und niedrige Kapazitätsauslastung
Derzeit ist die Binnennachfrage sowie die Nachfrage aus dem EU-Raum besonders schwach. Etwas günstiger verlief zuletzt die Nachfrage aus Drittländern, insgesamt lagen die Ausfuhren 2024 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die schwache Auftragslage auch zum Jahresbeginn 2025 wird in den kommenden Monaten zu einem weiteren Produktionsrückgang führen. Die bereits geringe Produktionsauslastung, die deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegt, wird sich weiter verringern.
Schlechte Absatzperspektiven und hohe Arbeitskosten führen zu Stellenabbau
Zum Jahresanfang 2025 planen 28 Prozent der Unternehmen der Elektroindustrie in FrankfurtRheinMain einen Stellenabbau; lediglich neun Prozent möchten neue Arbeitsplätze schaffen. Dabei sind die schlechten Absatzperspektiven nur einer der zentralen Gründe für den geplanten Stellenabbau. Jeder zweite Betrieb sieht inzwischen die Höhe der Arbeitskosten als eines der Hauptrisiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung (Mehrfachnennungen waren möglich). Besonders schwach zeigt sich in der Elektroindustrie auch die Investitionsbereitschaft. 46 Prozent der Unternehmen möchten in den kommenden Monaten ihr Investitionsvolumen reduzieren; lediglich 12 Prozent planen einen Ausbau ihrer Investitionstätigkeit. Neben dem Ersatzbedarf stehen Rationalisierungsmaßnahmen ganz oben auf der Agenda. Für 47 Prozent der Unternehmen der Elektroindustrie in FrankfurtRheinMain stellen Rationalisierungen das Hauptmotiv für die Investitionen dar (Mehrfachnennungen waren möglich).
Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
IHK-Indikatoren
|
Okt 2024
(2024-III)
|
Jan 2025
(2025-I)
|
Veränderung
|
---|---|---|---|
Auftragseingänge Inland
|
-59
|
-24
|
+35
|
Auftragseingänge Ausland
|
-65
|
-31
|
+34
|
Geschäftslage
|
-25
|
-25
|
+/-0
|
Geschäftserwartungen
|
-21
|
-11
|
+10
|
Exporterwartungen
|
-18
|
-21
|
-3
|
Investitionsvolumen
|
-37
|
-34
|
+3
|
Beschäftigung
|
-21
|
-19
|
+2
|
Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Elektroindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
---|---|---|---|
sinkend | sinkend | sinkend | sinkend |