Fahrzeugbau (FrankfurtRheinMain)
Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des Fahrzeugbaus in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Mögliche Handelskonflikte bereiten Sorge
Mit großer Sorge sieht die Autoindustrie die zunehmenden Handelskonflikte zwischen China und der Europäischen Union und den Beschluss der Europäischen Kommissionen, Strafzölle auf Einfuhren aus China zu verhängen. Zwar ist die tatsächliche Wettbewerbspraxis in China nicht fair, gleichwohl wären von den Zöllen auch deutsche Autohersteller unmittelbar betroffen, die in China produzieren. Hinzu kommen zu erwartenden Gegenreaktionen, die das Exportgeschäft schwächen würden. Auch die von der neuen Trump-Administration angekündigten Zölle stellt für den heimischen Fahrzeugbau ein erhebliches wirtschaftliches Risiko dar. Die USA sind für die Fahrzeugindustrie als Handelspartner von überdurchschnittlicher Bedeutung. Immerhin 13 Prozent der gesamten Warenexporte der heimischen Automobilindustrie gehen in die Vereinigten Staaten.
Auftragseingänge aus dem In- und Ausland gehen zurück
Bereits zum Jahresanfang 2025 hat sich das Exportgeschäft deutlich abgeschwächt. Der IHK-Auftragseingangsindikator für das Ausland liegt mit minus 20 Punkten im negativen Bereich. Zudem erwarten die Unternehmen des Fahrzeugbaus eine weitere Verschlechterung in den kommenden Monaten. Der IHK-Exportindikator sinkt gegenüber der Vorumfrage im Herbst 2024 deutlich von plus sieben auf minus 25 Punkte. Das ist umso bedeutsamer, als immerhin 75 Prozent der in Deutschland gefertigten Pkw ins Ausland verkauft werden. Noch ungünstiger sieht es bei der Inlandsnachfrage aus. Gegenüber dem Herbst 2024 sinkt der IHK-Auftragseingangsindikator für das Inland nochmals um 24 auf nunmehr minus 42 Punkte. Die schwache Nachfrage nach Elektromobilen, die deutlich hinter den Erwartungen hinterherhinkt, wirkt sich dabei besonders negativ aus.
Beschäftigungsabbau zu erwarten
Insgesamt ist die Stimmung im Fahrzeugbau der Region FrankfurtRheinMain gedrückt. Sowohl der IHK-Indikator für die Geschäftslage als auch der Indikator für die Geschäftserwartungen liegen mit minus 53 Punkten bzw. minus 29 Punkten weit im negativen Bereich. Für die kommenden Monate ist in der Region mit einem Beschäftigungsabbau im Fahrzeugbau zu rechnen. Der IHK-Beschäftigungsindikator sinkt gegenüber der Vorumfrage sehr stark von minus 19 auf minus 77 Punkte. Auch die Investitionstätigkeit wird weiter reduziert werden. Angesichts derartiger Werte sind für den Fahrzeugbau in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sehr schwierige Zeiten zu erwarten.
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren
IHK-Indikatoren
|
Okt 2024
(2024-III)
|
Jan 2025
(2025-I)
|
Veränderung
|
---|---|---|---|
Auftragseingänge Inland
|
-18
|
-42
|
-28
|
Auftragseingänge Ausland
|
+20
|
-20
|
-40
|
Geschäftslage
|
-25
|
-53
|
-28
|
Geschäftserwartungen
|
-25
|
-29
|
-4
|
Exporterwartungen
|
+7
|
-25
|
-32
|
Investitionsvolumen
|
-13
|
-53
|
-40
|
Beschäftigung
|
-19
|
-77
|
-58
|
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | Diagramme
Fahrzeugbau | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
---|---|---|---|
sinkend | sinkend | sinkend | sinkend |