Nahrungs- und Futtermittelindustrie (FrankfurtRheinMain)

Der Geschäftsklimaindex verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
2024 verzeichnete die Branche preisbereinigt Umsatzeinbußen
Im Jahr 2024 verzeichnete die Nahrungs- und Futtermittelindustrie preisbereinigt deutliche Umsatzverluste. Dies hatte sich aufgrund der schwachen Auftragslage bereits zum Jahresanfang abgezeichnet. Besonders schwach entwickelte sich die Binnennachfrage, während das Exportgeschäft etwas günstiger verlief. Aber auch hier waren über den Jahresverlauf preisbereinigt Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Zum Jahresbeginn 2025 zeichnet sich kein besseres Bild ab. Die Binnennachfrage bleibt schwach und die Hoffnungen auf ein gutes Exportgeschäft haben sich bislang nicht erfüllt. Der IHK-Auftragseingangsindikator für das Ausland sinkt stark von minus elf auf minus 38 Punkte.
Erwartungen haben sich wieder verschlechtert
Für die kommenden Monate sind die Unternehmen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie optimistisch, dass das Auslandsgeschäft wieder anziehen wird. Der IHK-Indikator der Exporterwartungen liegt mit plus 56 Punkten auf sehr hohem Niveau. Da diese Branche in der Metropolregion FrankfurtRheinMain jedoch ganz überwiegend auf das Inlandsgeschäft angewiesen ist, spiegeln sich die positive Exportaussichten nicht entsprechend in den allgemeinen Geschäftserwartungen wider. Gegenüber der Vorumfrage sinkt der IHK-Erwartungsindikator um 12 auf minus acht Punkte. Probleme bereitet den Unternehmen, dass die Agrarrohstoffpreise noch immer um durchschnittlich 30 Prozent über dem Niveau von 2020 liegen. Zudem führt der Anstieg von Extremwettersituationen in vielen Lebensmittelbereichen zunehmend zu Rohstoffverknappungen und damit Preisanstiegen.
Schwieriges Umfeld mindert Einstellungsbereitschaft
Die Investitionsneigung der Betriebe der Nahrungs- und Futtermittelindustrie hat sich etwas verbessert. Der IHK-Investitionsindikator liegt mit null Punkten immerhin 21 Punkte über dem Niveau des Herbstes 2024. Aufgrund der Anpassungszeiten von Planung und Umsetzung dürfte in den kommenden Monaten aber das Investitionsvolumen noch rückläufig sein. Eingetrübt hat sich jedoch die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. Der IHK-Beschäftigungsindikator liegt mit minus acht Punkten wieder im negativen Bereich. Mit einem deutlicheren Beschäftigungsrückgang in der Branche ist für die kommenden Monate dennoch nicht zur rechnen.

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2024
(2024-III)
Jan 2025
(2025-I)
Veränderung
Auftragseingänge Inland
-20
-20
+/0
Auftragseingänge Ausland
-11
-38
-27
Geschäftslage
-17
-24
-7
Geschäftserwartungen
+4
-8
-12
Exporterwartungen
0
+56
+56
Investitionsvolumen
-21
0
+21
Beschäftigung
+8
-8
-16

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Nahrungs- und Futtermittelindustrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend leicht sinkend konstant steigend