Industrie-Konjunktur im IHK-Bezirk Frankfurt am Main
Der Geschäftsklimaindex in der Industrie verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im IHK-Bezirk Frankfurt am Main zur konjunkturellen Entwicklung.
Zum Jahresanfang 2025 keine Stimmungsaufhellung
Zu Beginn des Jahres hat sich das Geschäftsklima in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im IHK-Bezirk Frankfurt am Main gegenüber dem Herbst 2024 nicht verbessert. Der IHK-Geschäftsklimaindex notiert mit 84 Punkten im Vergleich zur Vorumfrage nahezu unverändert und liegt weiterhin deutlich unter der 100 Punkte-Marke. Aktuell bewerten 29 Prozent der Industriebetriebe im Kammerbezirk ihre Lage als „schlecht“, nur elf Prozent als „gut“ und 60 Prozent als „befriedigend“. Die Auftragslage ist in nahezu allen Industriezweigen unbefriedigend. Die IHK-Auftragseingangsindikatoren für das In- und Ausland liegen mit minus 37 bzw. minus 28 Punkten weit im negativen Bereich. Aufgrund dieser Werte ist für die kommenden Monate von einem Produktionsrückgang im IHK-Bezirk Frankfurt am Main auszugehen.
Schwache Inlandsnachfrage bleibt Hauptrisiko für Unternehmen
Für die kommenden Monate ist keine Lageverbesserung in Sicht. Der IHK-Erwartungsindikator fällt gegenüber der Vorumfrage um acht auf nunmehr minus 14 Punkte. Die weitere Entwicklung der Inlandsnachfrage wird als eines der Hauptrisiken für die Unternehmen gesehen. Allerdings haben sich – nicht zuletzt aufgrund der Sorgen um zukünftige Handelshemmnisse – die Exporterwartungen merklich eingetrübt. Der IHK-Indikator sinkt kräftig von plus 18 auf minus 17 Punkte. Dabei sind es in erster Linie die Produzenten von Vorleistungs- und Investitionsgütern, die einen Rückgang des Exportgeschäfts in den kommenden Monaten erwarten, während die Hersteller von Ge- und Verbrauchsgütern einen Anstieg der Ausfuhren erhoffen.
Einstellungsbereitschaft lässt nach
Aufgrund der schwachen Auftragsentwicklung ist auch die Investitionsbereitschaft in der Industrie des IHK-Bezirks weiter gesunken. Der IHK-Investitionsindikator sinkt gegenüber dem Herbst nochmals um 12 auf minus 23 Punkte. Für ein Drittel der Industriebetriebe im IHK-Bezirk sind Rationalisierungsmaßnahmen das Hauptmotiv für ihre Investitionen (Mehrfachnennungen waren möglich). Auch in Bezug auf die zukünftige Industriebeschäftigung zeichnet sich kein positives Bild ab. Der IHK-Beschäftigungsindikator sinkt um 15 auf minus neun Punkte. 23 Prozent der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im IHK-Bezirk Frankfurt am Main möchten Arbeitsplätze abbauen, lediglich 14 Prozent zusätzliche Stellen schaffen. Dabei zeigt sich jedoch innerhalb der Industrie ein unterschiedliches Bild: Der Beschäftigungsrückgang dürfte sich vor allem bei den Herstellern von Vorleistungs- und Investitionsgütern vollziehen, während bei den Produzenten von Ge- und Verbrauchsgütern mit einem Beschäftigungszuwachs zu rechnen ist.
Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | IHK-Indikatoren
IHK-Indikatoren
|
Okt 2024
(2024-III)
|
Jan 2025
(2025-I)
|
Veränderung
|
---|---|---|---|
Auftragseingänge Inland | -44 | -37 | +7 |
Auftragseingänge Ausland | -35 | -28 | +7 |
Geschäftslage | -28 | -17 | +9 |
Geschäftserwartungen | -6 | -14 | -8 |
Exporterwartungen | +18 | -17 | -35 |
Investitionsvolumen | -11 | -23 | -12 |
Beschäftigung | +6 | -9 | -15 |
Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | Diagramme
Industrie | IHK-Bezirk Frankfurt am Main | Trendprognose für die nächsten 6 Monate
Produktion
|
Investitions-
volumen |
Beschäftigung
|
Export
|
---|---|---|---|
sinkend | sinkend | leicht sinkend | sinkend |