Konjunktur im Netzwerk Industrie in FrankfurtRheinMain

Der Geschäftsklimaindex im Netzwerk Industrie verdeutlicht die Einschätzung der Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes und ihrer Dienstleister in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zur konjunkturellen Entwicklung.
Getrübte Stimmung
Gegenüber der Vorumfrage im Herbst 2024 hat sich zum Jahresanfang 2025 die Stimmung bei den Unternehmen des Netzwerks Industrie in der Metropolregion FrankfurtRheinMain nicht aufgehellt. Der IHK-Geschäftsklimaindex verharrt mit 92 Punkten nahezu unverändert unter der 100 Punkte-Marke. Mit Ausnahme der Pharmaindustrie liegt der Klimaindex in sämtlichen Branchen des verarbeitenden Gewerbes unter der 100-Punkte-Marke. Bei den industrienahen Dienstleistern sieht es kaum besser aus. Besonders schlecht ist die Stimmung im Großhandel für Industriegüter sowie in der Verkehrswirtschaft. Aber auch in vielen anderen Bereichen der industrienahen Dienstleistungen – etwa bei Finanzdienstleistern und Beratungsgesellschaften – ist die Stimmung längst nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit.
Weitere konjunkturelle Eintrübung im Jahresverlauf zu erwarten
Angesichts der Erwartungshaltung der Unternehmen des Netzwerks Industrie ist für 2025 eher noch eine weitere konjunkturelle Eintrübung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zu befürchten. 28 Prozent der Unternehmen des Netzwerks Industrie gehen von einer weiteren Verschlechterung ihrer Geschäftslage aus, lediglich 16 Prozent erwarten eine Besserung. Besonders pessimistisch blicken der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Großhandel auf die kommenden Monate.
Geringe Investitionsneigung und Stellenabbau im Netzwerk Industrie
Die pessimistischen Zukunftserwartungen und die aktuell schon in vielen Betrieben des Netzwerks Industrie unterdurchschnittliche Kapazitätsauslastung haben dazu geführt, dass die Investitionsbereitschaft gering ist. Der IHK-Investitionsindikator liegt mit minus 12 Punkten deutlich im negativen Bereich. Im Vordergrund stehen bei den Investitionen der Ersatzbedarf. 65 Prozent der Unternehmen des Netzwerks Industrie geben als Hauptmotiv für ihre Investitionsentscheidungen „Ersatzbedarf“ an. Für 31 Prozent der Unternehmen spielen Rationalisierungen und 26 Prozent Produktinnovationen eine Hauptrolle (Mehrfachnennungen waren möglich). Weiter verschlechtert hat sich die Einstellungsbereitschaft. Sowohl im verarbeitenden Gewerbe sowie bei industrienahen Dienstleistern ist in den kommenden Monaten mit einem Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen.

Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | IHK-Indikatoren

IHK-Indikatoren
Okt 2024
(2024-III)
Jan 2025
(2025-I)
Veränderung
Geschäftslage
-4
-2
+2
Geschäftserwartungen
-16
-13
+3
Exporterwartungen
-17
-12
+5
Investitionsvolumen
-16
-12
+4
Beschäftigung
-10
-10
+/-0

Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Diagramme

Netzwerk Industrie | FrankfurtRheinMain | Trendprognose für die nächsten 6 Monate


Produktion

Investitions-
volumen

Beschäftigung

Export
sinkend sinkend sinkend sinkend